18.02.2017

{Gehört}: Versunken | Sabine Thiesler

Versunken

Autorin: Sabine Thiesler
Titel: Versunken
Genre: Thriller
Heyne Verlag, [15.09.2014]
HC, 496 Seiten, ab 15,00 €, ISBN: 3453268075
TB: 512 Seiten, 9,99 €, ISBN: 345341909X
Kindle-Edition: 497 Seiten, 8,99 €, ASIN: B00KG5XHYA
Lübbe Audio, [16.09.2014]
Spieldauer: [682 Minuten] (ungekürzt)
Sprecher: David Nathan
Reg. Preis/im Premium-Abo/im Flexi-Abo:
13,95 € / 12,99 € bzw. 1 GH / 9,95 €

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Inhaltsangabe (Audible):

Die schönsten Wochen des Jahres verbringt das deutsche Ehepaar Werner und Vivian Faenzi stets auf seiner Yacht im Mittelmeer. Nur diesen Sommer muss Vivian die Reise in Nizza aus beruflichen Gründen für zwei Wochen unterbrechen. Werner möchte nach Korsika, aber ihm graut ein wenig vor der langen nächtlichen Überfahrt allein auf See. Durch Zufall trifft er den sympathischen Malte, der auch nach Korsika will. Gemeinsam fahren sie los. Was Werner nicht weiß: Malte wird wegen Mordes gesucht und ist auf der Flucht. Nun wittert er die große Chance einer ganz neuen Existenz auf diesem prachtvollen Schiff. Dabei stört eigentlich nur Werner. Und Vivian. Und jeder, der ihm sonst in die Quere kommt...

©2014 Bastei Lübbe AG (P)2014 Bastei Lübbe AG

Meine Meinung:

Die eigentliche Handlung spielt größtenteils auf dem Wasser, sieht man einmal von der längeren Rückblende in die Kindheit von Malte ab. Ein Ehepaar, das bis dato Glück gehabt hat, zum einen in der Liebe und zum anderen sogar auch im Spiel, italienische Polizisten, die so weit ab vom Schuss und nach deren Auftreten zu schließen offenbar beide weggelobt worden sein müssen, deutsche Touristen und ein Mörder treffen aufeinander.

Während der Rückblende tat mir der kleine Malte sogar richtig Leid, und man kann auch nicht einfach sagen: ‘Tja, er hatte halt eine schwere Kindheit, da ist es ja kein Wunder, was aus ihm geworden ist.’ – denn jeder Mensch ist das Resultat seiner Entscheidungen. Nicht wenige, die Ähnliches durchgemacht haben, sind unbescholtene Bürger und haben es aus eigenem Antrieb zu etwas gebracht. Malte hingegen geht buchstäblich über Leichen.

Was mich an diesem Buch gestört hat, ist das Ende, das ich so nicht freiwillig akzeptieren kann und daher froh bin, noch einige Stunden bis zum Schlafengehen vor mir zu haben – ich hätte sonst sicherlich Schwierigkeiten, einzuschlafen.

David Nathan hat wie immer einen hervorragenden Job gemacht und war im übrigen der Auslöser für mich, das Hörbuch zu kaufen.

Im Ganzen gebe ich daher 08/10 Punkte.

08-10

Bücher der Autorin:

- Nachts in meinem Haus
- Der Kindersammler
- Hexenkind – rezensiert 24.07.2009 – 09/10 Punkte
- Die Totengräberin
- Der Menschenräuber
- Nachtprinzessin
- Bewusstlos
- Versunken – beendet 18.02.2017 – 08/10 Punkte
- Und draußen stirbt ein Vogel
- Grabesstille Nacht

16.02.2017

{Gelesen}: Die Kastellanin | Iny Lorentz

170216 Kastellanin

Autoren: Iny Lorentz
Titel: Die Kastellanin
Reihe: Die Wanderhure (2)
Genre: Historischer Roman
Verlag: Knaur, [01.04.2006]
HC, 608 Seiten, 19,99 €, ISBN: 3426661136
TB: 589 Seiten, 10,99 €, ISBN: 3426631709
(ich habe vor Jahren noch 8,95 € dafür bezahlt)
Kindle-Edition: 608 Seiten, 9,99 €, ASIN: B004X2X4J0
auch als gekürztes Hörbuch bei Audible erhältlich
gelesen im Lesesessel vom SuB

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Klappentext:

Marie lebt zufrieden mit ihrem Ehemann Michel Adler, den sie innig liebt. Ihr Glück scheint vollkommen, als sie ein Kind erwartet. Doch dann muss Michel in den Kampf gegen die aufständischen Hussiten ziehen. Er beweist so viel Mut, dass er zum Ritter geschlagen wird – und verschwindet nach einem grausamen Gemetzel spurlos. Nachdem Michel für tot erklärt wird, ist Marie ganz allein auf sich gestellt und sieht sich täglich neuen Demütigungen ausgesetzt. Schließlich bleibt ihr nur ein Ausweg: Sie muss von ihrer Burg fliehen. Voller Hoffnung, dass ihr Mann noch leben könnte, schließt sie sich als Marketenderin einem neuen Heerzug an. Es beginnt das Abenteuer ihres Lebens. Wird sie den geliebten Mann jemals wieder finden?

Meine Meinung:

Fast schon ein Markenzeichen des Autoren-Ehepaars ist es, dass vor historischem Hintergrund die Geschichte einer fiktiven Frau geschildert wird, die allen Widrigkeiten zum Trotz mit einer erstaunlich modernen Einstellung überlebt, und nicht selten geht es in deren Büchern auch mehrmals “zur Sache”.

Dieses ist der zweite Band der Wanderhuren-Reihe. Ein Umstand, der im Mittelalter äußerst selten vorkam war, dass ein Bürgerlicher sogar vom Kaiser selbst zum Ritter geschlagen wurde, und das auch noch ohne jemals Knappe gewesen zu sein. Michel, der von seinen Feinden oft “Wirtsbalg” genannt wird, weil er ein späterer Sohn eines Gastwirts ist, schafft es jedoch nicht nur, eine Burg als Kastellan zu erhalten, sondern wird, weil er dem Kaiser das Leben rettet, später gar zum Reichsritter geschlagen. Ein Aufstieg, den ihm viele neiden. Doch damit nicht genug hat auch Marie immer noch unter ihrer Vergangenheit zu leiden und wird von den neuen Burgherren furchtbar schikaniert, als es heißt, ihr Mann sei im Krieg gefallen.

Wir begegnen einer bunten Mischung der verschiedensten Menschen und treffen auch Hiltrud, Maries Retterin aus dem ersten Band wieder. Grausame, kaum geschönte Abschnitte über das Kriegsgeschehen wechseln sich mit den wundersamen Überlebenskünsten der Protagonisten ab, die letzten Endes fast unbeschadet diesen Abschnitt ihres Lebens überstehen. Auch ein bisschen Übersinnliches spielt hier mit, denn Marie als auch Michel sehen einander in den Träumen.

Alles in allem ist dies ein gewohnter “Iny Lorentz”: spannend, mit guten und bösen Menschen, Neidern und Hilfsbedürftigen, in jeder Weise lüsternen Männern und gewitzten Frauen, und ein bisschen zu blank poliert.

Ich gebe 08/10 Punkte.

Zitat:

Frau Kunigunde funkelte sie zornig an. “Hör mir doch richtig zu, Weib! Mein Mann will, dass du meinen Vetter Götz von Perchtenstein heiratest, und damit basta.”
Seite 149, 2. Teil, Kapitel 5

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Bücher der Reihe (Histo-Couch):

1. Die Wanderhure – beendet 24.01.2017 – 08/10 Punkte
2. Die Kastellanin – beendet 16.02.2017 – 08/10 Punkte
3. Das Vermächtnis der Wanderhure
4. Die Tochter der Wanderhure
5. Töchter der Sünde
6. Die Rache der Wanderhure
7. Die List der Wanderhure

13.02.2017

{Gelesen}: Der Tod kommt wie gerufen | Kathy Reichs

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Autorin: Kathy Reichs
Titel: Der Tod kommt wie gerufen
Reihe: Temperance Brennan (11)
Übersetzer: Klaus Berr
Genre: Thriller
Verlag: Blessing, [27.10.2008]
HC: 352 Seiten, gebr. erhältlich, ISBN: 389667322X
TB: 368 Seiten, 8,95 €, ISBN: 3453434625
Kindle-Edition: 368 Seiten, 7,99 €, ASIN: B0058BL4XI
als gekürztes HB downloadbar
gelesen auf dem Kindle Paperwhite

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Inhaltsangabe (Amazon):

Ein verlassenes Haus in Charlotte, North Carolina, ein grausiger Einsatz für Forensikerin Tempe Brennan: Neben Kupferkesseln, einem toten Huhn und seltsamen Artefakten liegt der abgetrennte Kopf eines Mädchens. Blitzartig geht ein Gerücht um: Ritualmord! Ein bibelfester Politiker auf Stimmenfang verdächtigt okkulte Kreise und ruft nach Vergeltung. Noch während Tempe den Tatort untersucht, bahnt sich in Charlotte eine gnadenlose Hexenjagd an.

Meine Meinung:

Tempe gehört langsam zu meinen alten Bekannten. Hin und wieder ziehe ich mir wieder ein Buch aus der Reihe und verfolge ihr weiteres Leben, ihre Recherchen und Abenteuer. Und wenn in diesem auch ein bisschen viel erklärt und wiederholt wurde (für neue Leser sicherlich von Vorteil), hat mir das Buch doch wieder viel gegeben.

Dieses Mal ging es um die verschiedensten Religionen, über die man so in der Regel kaum etwas weiß. Am ehesten kann man noch mit dem Begriff Voodoo etwas anfangen, aber über Wicca oder Santeria wissen wir üblicherweise nichts. Gut, das Wissen darum ist vielleicht auch unnützes Randwissen, aber für diesen Fall war die Recherche durchaus nützlich.

Im Grunde genommen blieb ich bis zum Schluss ahnungslos. Dieser Fall war so hoffnungslos verworren, dass ich auf den Mörder wirklich absolut überhaupt nicht gekommen bin.

Auch in Tempes Leben hat sich einiges getan, und ich war zutiefst schockiert, als sie tatsächlich einmal die Beherrschung verlor…

Wie immer spannend geschrieben, wenn auch diesmal mit wirklich vielen Erklärungen und Rückblicken, ich war zumindest dennoch mental bei den Untersuchungen dabei.

Ich gebe 08/10 Punkte.

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Zitat:

Und ein winziges Schwert steckte in ihrer Brust.
Ich hatte genug gesehen.
Der Schädel war nicht aus Plastik. Es waren also menschliche Überreste vorhanden. Das Huhn war noch nicht lange tot.
bei 8 %, Kapitel 3

Bücher der Reihe:

  1. Tote lügen nicht – rezensiert 17.09.2012 – 07/10 Punkte
  2. Knochenarbeit – rezensiert 11.12.2012 – 08/10 Punkte
  3. Lasst Knochen sprechen – rezensiert 02.07.2013 – 07/10 Punkte
  4. Durch Mark und Bein – rezensiert 25.08.2013 – 08/10 Punkte
  5. Knochenlese – rezensiert 20.02.2014 – 06/10 Punkte
  6. Mit Haut und Haar – rezensiert 27.03.2014 – 07/10 Punkte
  7. Totenmontag – rezensiert 27.10.2014 – 08/10 Punkte
  8. Totgeglaubte leben länger – rezensiert 29.01.2015 – 06/10 Punkte
  9. Hals über Kopf – beendet 15.03.2015 – 09/10 Punkte
  10. Knochen zu Asche – beendet 11.08.2016 – 08/10 Punkte
  11. Ter Tod kommt wie gerufen – beendet 13.02.2017 – 08/10 Punkte
  12. Das Grab ist erst der Anfang
  13. Blut vergisst nicht
  14. Fahr zur Hölle
  15. Knochenjagd
  16. Totengeld
  17. Knochen lügen nie
  18. Die Sprache der Knochen

10.02.2017

{Gelesen und Gehört}: Honigtot | Hanni Münzer

170210 Honigtot

Autorin: Hanni Münzer
Titel: Honigtot
Reihe: Honigtot-Saga (1)
Genre: Historischer Roman
Verlag: Piper ebooks [02.01.2015]
TB: 480 Seiten, 9,99 €, ISBN: 3492307256
Kindle-Edition: 470 Seiten, 7,99 €, ASIN: B00Q2OSUKU
hier: am 30.12.2016 für 3,99 € zusammen mit dem
ungekürzten Hörbuch von Audible für 2,95 €
Whispersync for Voice verfügbar
HörbucHHamburg HHV GmbH, [01.03.2015]
Spieldauer: [807 Minuten] (ungekürzt)
Sprecher: Anne Moll
Reg. Preis/im Premium-Abo/im Flexi-Abo:
9,95 € / 9,26 € bzw. 1 GH / 9,95 €

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Inhaltsangabe (Audible):

Als sich die junge Felicity auf die Suche nach ihrer Mutter macht, stößt sie dabei auf ein quälendes Geheimnis in ihrer Familiengeschichte. Nachforschungen führen sie zurück in das dunkelste Kapitel unserer Vergangenheit und zum dramatischen Schicksal ihrer Urgroßmutter Elisabeth und deren Tochter Deborah. Ein Netz aus Liebe, Schuld und Sühne zerstörte das Leben beider Frauen und warf über Generationen einen Schatten auf Felicitys eigenes Leben...

©2015 Piper Verlag GmbH, München (P)2015 Hörbuch Hamburg HHV GmbH, Hamburg

Meine Meinung:

Ich habe von der Inhaltsangabe und den meist so positiven Bewertungen ausgehend etwas anderes erwartet, als ich bekommen habe. Auch die Leseprobe, die ich mir zuvor geladen hatte, hat mich nicht darauf vorbereitet, denn es bahnte sich für mich eine Art Hin und Her zwischen den Zeiten an, dem Hier und Jetzt und dem Damals. Auch wenn ich nicht begreifen konnte, wie eine erwachsene Frau ohne ein Wort zu sagen und ohne wirklich zu erkennenden Grund einfach ein Ticket nach Rom kauft und ihre Familie, ihre Tochter, die auf sie wartet, im Stich lässt, hat mich diese Vorstellung doch gereizt.

Aber dann hat mich zum einen der Schreibstil fast schon abgestoßen. Völlig abgehoben wird äußerst blumig beschrieben, aber dennoch las sich das meiste wie ein Geschichtsbuch, wenn nicht gerade mal wieder eine Szene besonders hervorgehoben wurde. Noch schlimmer wurde es allerdings, als ich solche hervorgehobenen Passagen gehört habe, und Anne Moll noch eins drauf setzte mit ihrer Interpretation des Gebarens Ottilies.

Allerdings habe ich durchgehalten, denn Spannung war trotz allem vorhanden und ich wollte wissen, wie es mit Deborah und Marlene weiterging.

Ich finde die Idee gut, die Umsetzung weniger. Und hätte ich gewusst, dass es fast ausschließlich um die Judenverfolgung in einer abgemilderten Form geht, hätte ich die beiden Bücher wohl eher nicht gekauft. Mich haben die Geheimnisse einer Familie gereizt, aber in anderer Form.

Ich bin enttäuscht, habe mit viel Augenrollen oft geseufzt und gebe nach reiflicher Überlegung 06/10 Punkte.

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Zitate:

Erneut konnte sich Deborah kaum an der Lieblichkeit der vorbeiziehenden Landschaft sattsehen, als hätte ein Maler in ihr seine Vorstellung von einer Oase des Friedens geschaffen.
bei 50 %, Seite 253

Es gab wenig zu essen, keine Möglichkeit, sich zu waschen, und für ihre Notdurft hatten sie einen verbeulten Blecheimer, dessen einzige Verteidigung ein Deckel war.
bei 35 %, Seite 177

Bücher der Reihe:

1. Honigtot – gelesen und gehört am 10.02.2017 – 06/10 Punkte
2. Marlene

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